...Für
die Liebe...

Die
Brandenburger Friedenswarte
in der großen Farbenweihe von Dr. Motte
Dankeschön
Dr. Motte
und Danke an die brandenburger Jugendlichen
DR. MOTTE, der Begründer der Berliner
LOVEPARADE verwandelt 2001 den Aussichtsturm auf dem
Marienberg, die Brandenburger Friedenswarte in eine
schillernde Farbampel, die meilenweit zu sehen und
zu bewundern ist. Seit dem werden jeden Sommer geile
Partys von der Jukufa mit Dr. Motte gefeiert und dazu
Klanginstallationen an der Friedenswarte vorgenommen.
Motte will sogar eine dauerhafte Farb & Klang-
Installation anbringen, wofür er schon interessante
Pläne vorgelegt hat. Diese wundervolle Aktion
ist aber auch dem Engagement der brandenburger Jugendlichen
aus der Jugendkulturfabrik (Jukufa) zu verdanken,
die Dr. Motte einladen, an ihrem Kunstspektakel teilzunehmen.
Da ich mich meinerseits seit einigen
Jahren mit den Harmonieverhältnissen zwischen
den Farben, den Tönen und den kosmischen Rhytmen
beschäftige, bin ich vor Begeisterung fast ausgeflippt,
als ich die farbige Friedenswarte sah. So kommt nun
auch diese Internetseite zustande: ich möchte
die Erforschung der Sphärenmusik niemandem vorenthalten,
ja ich will, dass einjeder an meiner Begeisterung
teilhaben kann! Eine Begeisterung, die zu allen Zeiten
die Gemüter der Menschen erfüllt hat, eine
Begeisterung, in der ahnungsvolle Kunstwerke entstanden
die uns erschaudern lassen, ja eine Begeisterung,
die heute auf wissenschaftlichem Wege bestätigt
werden kann. Damit habe ich mir erlaubt den folgenden
Text zusammenzustellen, er ist so gegliedert:
Startseite
Die Idee der Sphärenmusik: Seit
wann singt der Kosmos?
Die Bedeutung des Kammertones zwischen
Entdecken und Erfinden
Die universelle Wirksamkeit der Oktave:
Die Kosmische Oktave
Planetenstrauss
Was bedeuten diese Entdeckungen für
unser tägliches Leben?
Was hat Brandenburg damit zu tun?
Vielleicht ist es ganz empfehlenswert,
die 20 Seiten auf Papier zu kopieren, so kann man
den Text etappenweise lesen. Text
hier als pdf-Datei runterladen. Die beigefügten
Literaturangaben werden den interessierten Leser zu
eigenen Recherchen ermuntern, die Bücher sind
handelsüblich erhältlich und sind wärmstens
empfohlen. Neugierig? Los geht’s!
Die
Idee der Sphärenharmonie:
Seit wann singt der Kosmos?
Die Vorstellung, dass die Schöpfung
der Welt mit Tönen, Worten oder Gesängen
einherging, also mit Schwingungen aller Art finden
wir schon bei den frühen und naturnahen Kulturen.
Damit verbunden ist die Einsicht, dass es Klangphänomene
sind, welche unsere Vegetation und alles Leben auf
der Erde erst ermöglichen. Lebewesen sind aus
einem Stoff gemacht, der mit diesen Klängen resoniert.
Die frühesten schriftlichen Zeugnisse dieses
Wissens sind oftmals in einer kindlich- bildhaften
Weise ausgeführt worden und stammen aus jener
Zeit der Menschheitsgeschichte, in der die mystische
Erkenntnis den Weg zum Verstehen bildete und der Mensch
sich an sagenhaften Geschichten und Mythen orientierte.
Ausgeprägter wurden diese Vorstellungen dann
in den ersten Hochkulturen, im fruchtbaren Schwemmland
der großen Ströme, in Mesopotamien, Indien,
China und Ägypten, wo man sie durch fortgesetzte
Spekulation weiterentwickelte.
Charakteristisch für viele solcher
Mythen ist die Suche nach einer Analogie zwischen
dem kosmischen Geschehen und den harmonikalen Gegebenheiten
in der Musik. So ist z. B. in der altindischen Kosmogonie
der reine Klang die erste Manifestation des Schöpfungsgedankens
Brahmas, der als rhythmisch bewegte und bewegende
Ursubstanz in allen Dingen und Wesen der Welt waltet.
Ein anderes Beispiel liefert uns der ägyptische
Schöpfungsmythos, wo von einem dunklen, unbeschreibbaren
Klang die Rede ist. Dort haben die singende Sonne
durch ihren Lichtschrei und Thot, der auch der Gott
der Musik ist, durch sein gewaltiges Lachen die Welt
entstehen lassen. Ähnliches begegnet auch im
biblischen Schöpfungsmythos. Den Anfang des Johannes-
Evangeliums verdeutschte Martin Luther so: „Im
Anfang war das Wort (Logos), und das Wort war bei
Gott, und Gott war das Wort.“ Nun enthält
der griechische Begriff „Logos“ neben
seiner sprachlichen Bedeutung als „Wort“,
„Aussage“, „Rede“ auch eine
mathematisch- zahlenmäßige Komponente sowie
einen klanglich- musikalischen Sinn. Offenbar bezieht
sich „Logos“ über den mythologischen
Kontext hinaus auf etwas Unbegreifliches und denkerisch
nicht fassbares, und dies könnte auf einen Urklang
oder Urton hindeuten.
Die Anfänge der Philosophie bei
den Griechen gingen aus den Dichtungen der Vorzeit
hervor, ca. 800 v. Chr. begegnen uns Homer und Hesiod
als die wahrscheinlich ältesten Dichter der Antike.
Eine berühmte und immer wieder vorkommende Gestalt
in der antiken Literatur ist der sagenhafte Sänger
Orpheus. Orpheus musste durch tragische Umstände
von seiner Geliebten scheiden. Er zieht daraufhin
mit einer siebensaitigen Laute durch die Lande. Sein
unseliges Los suchte er durch die Musik auszudrücken
und seine Töne bekamen eine derartige Kraft,
dass Streitigkeiten geschlichtet wurden. Man sagt
ihm nach, dass ganze Städte durch die ordnenden
Kräfte seines Spiels entstanden sind.
Die vorsokratischen Philosophen -Thales
Milesius war im 6. vorchristl. Jh. der erste- zeichnen
sich dadurch aus, dass sich nun bei ihnen allmählich
das rational- begriffliche Denken aus dem irrational-
mythisch bestimmten Weltbild herausbildete. Die Worte
der Dichter und Sänger wurden einem denkenden
und vergleichenden Verständnis unterzogen. Das
Bedürfnis nach Begründung und Beweis entwickelte
sich in dieser Zeit, damit verbunden waren viele neue
Erkenntnisse auf dem Felde der Mathematik. Unter diesen
frühen Philosophen war es der berühmte Pythagoras
von Samos (etwa 570- 500 v.Chr.) mit seinen Anhängern,
welche nun ein neues Weltbild auf einer naturwissenschaftlichen
Grundlage schufen, wobei drei Hauptbereiche im Mittelpunkt
ihrer Beschäftigung standen: 1. der Sternenhimmel,
2. die (musikalischen) Harmonien und 3. die Zahl.
Die Auffassung, dass „heilige
Zahlen“ die Grundprinzipien des Alls bilden
teilten sie mit den alten Hochkulturen des Orients.
Völlig neu jedoch war die Entdeckung, dass sich
die musikalischen Intervalle durch Zahlenverhältnisse
darstellen lassen. Am Monochord ( einem Klanginstrument
mit nur einer Saite und verschiebbarem Steg, d.h.
beliebig feststellbarer Länge der unter konstanter
Spannung stehenden Saite) erforschten sie erstmalig
den harmonikalen Zusammenhang zwischen den klingenden
Saiten mit verschiedener Länge und den Zahlenbrüchen.
So teilten sie die Saite in 2 Teile, in 3 Teile, in
4, 5, 6,... Teile und schufen damit ein Tonsystem,
welches sich über zweitausend Jahre später
mit den Gesetzen der Obertonreihe als identisch erweisen
sollte. Die aus dem griechischen Mythos bekannten
Vorstellungen vom Welteneinklang bestimmten die Pythagoräer
etwas genauer. Von den damals bekannten sieben Wandelsternen
(Planeten) bekam jeder einen Ton der siebentönigen
Tonleiter zugewiesen.
Die einmalige Leistung der Pythagoräer besteht
darin, dass sie zwischen Musik, Zahl und Kosmos eine
Wesenseinheit erblickten. Damit wird auch verständlich,
dass die Idee der Sphärenmusik die Krönung
ihrer Weltanschauung war. Diese Leitgedanken wurden
unter den späteren Philosophen viel bewundert,
diskutiert und kritisiert. Wollen wir im Gedächtnis
bewahren, dass die Pythagoräer erstmals Tonleitern
nach Zahlenverhältnissen erschufen und den 7
Planeten je einen Ton zuordneten.
Allmählich setzte sich nun im
Laufe der nächsten Jahrhunderte die junge christliche
Theologie gegen die antike Philosophie durch. So kam
es, dass der Geograph, Mathematiker und Astronom Claudius
Ptolemäus (um 90- 160 n. Chr.) das geozentrische
Weltsystem begründete, was mit der damaligen
Theologie vereinbar war. Er unternahm auch Versuche
die pythagoräischen Ideen im Sinne der damaligen
Wissenschaft zu rekonstruieren und widmete diesem
Thema mehrere Kapitel seiner Harmonielehre.
Einer der wichtigsten Vermittler zwischen
Altertum und Mittelalter war der römische Staatsmann
und Philosoph Boethius (um 480- 524 n. Chr.), den
man aufgrund seiner ans Altertum angelehnten Geisteshaltung
auch den „letzten Römer“ nannte.
Seine Schriften stellen eine Zusammenfassung des Wissensgutes
der Antike dar. Wie die Pythagoräer betrachtet
er den menschlichen Körper als ein Instrument
der göttlichen Schöpfung. Während aber
für die Pythagoräer der Sphärenklang
die Krönung des natürlichen Kosmos darstellte,
nahmen nun in der christlichen Weltliturgie die singenden
und musizierenden Engel diesen Platz ein. Dies zeigt
sich bei Augustinus (354- 430 n. Chr.) und geht später
z. B. aus den Schriften der Äbtissin Hildegard
von Bingen (1098- 1179) und Dante Alighieris (1265-
1321) hervor, welcher letzterer z. B. schrieb:
„So stand ich ohne Seufzer, ohne Zähren,
bevor die Engel sangen, deren Sang
nur Nachklang ist vom Lied der ew´gen Sphären.“
Bei Martin Luther (1483- 1546) heißt
es dann:
„Wer sich die Musik erkiest,
hat ein himmlisch Gut gewonnen,
denn ihr erster Ursprung ist
von dem Himmel selbst genommen,
weil die lieben Engelein
selber Musikanten sein.“
In der Renaissance als die Geschichte,
Literatur und Kunst der griechisch- römischen
Antike wieder erschlossen wurde, kamen pythagoräische
und platonische Gedanken erneut ins Gespräch.
So spricht der bedeutende Humanist Marsilius Ficinus
(1433- 1499), der mit der Übersetzung antiker
Schriften beauftragt wurde, von der Funktion der Musik
als „Erinnerung“ an die göttlich-
geistigen (platonischen) Urbilder. Die Bedeutung der
Musiktherapie liegt darin, Störungen des seelisch-
geistigen Gleichgewichts zu beheben. Er setzte an
die Gedanken des Boethius an und führte sie weiter
aus. Auch andere wie Agrippa von Nettesheim (1486-
1535) waren der zu dieser Zeit aufkommenden geheimnisvollen
Geisteshaltung zugetan. So schrieb dieser im Ansinnen
an die Astrologie:
„Wer krank ist, stimmt
nicht mehr mit dem Universum überein. Er kann
aber die Harmonie wiederfinden und gesund werden,
wenn er seine Bewegungen nach denen der Gestirne ausrichtet.“
In ähnlicher Weise ist für
den englischen Arzt und Theologen Robert Fludd (1574-
1637) die Musik ein Abbild der Weltharmonie. Von ihm
stammt die folgende Abbildung eines „Weltmonochords“,
wobei die Sonne nach Kopernikus bereits den Mittelpunkt
der Welt einnimmt und Gottes Hand aus den Wolken greift
um für die richtige Stimmung zu sorgen.
Das
Instrument ist in eine obere urbildliche aktive und
eine untere materielle passive Oktave halbiert und
diese wiederum in Quarten und Quinten. Auf diesen
Intervallen bewegt sich das obere lichte Prinzip in
die dunkle Materie hinab, wobei der Sonne im Schnittpunkt
eine transformierende Kraft zukommt.
Wir werden bei der Behandlung der Oktaven noch die
zentrale Bedeutung des Tones G besprechen, es ist
der Ton des Erdentages. Wie auf dieser Abbildung zu
sehen ist, setzte R. Fludd diesen Ton bereits in den
Mittelpunkt. Es ist jedoch sehr wage und unbegründet,
ob ein Zusammenhang mit unseren neuen Erkenntnissen
besteht.
Auf dem Felde der Wissenschaft begründete
der deutsche Astronom und Mathematiker Nikolaus Kopernikus
(1473- 1543) das heliozentrischen Weltsystems, nach
welchem nun im Gegensatz zum geozentrischen System
des Ptolemäus die Sonne und nicht die Erde den
Mittelpunkt des Planetensystems bildet. Und der italienische
Naturforscher Galileo Galilei (1564- 1642) ist durch
die Begründung der wissenschaftlichen Methode
zum Ahnherren unserer Naturwissenschaft geworden.
Aufgrund seiner Verteidigung des kopernikanischen
(heliozentrischen) Weltbildes geriet er jedoch in
Konflikt mit der Inquisition. Die Legende schreibt
ihm den Ausspruch zu: „Und sie bewegt sich doch!“
(Der Schriftsteller Berthold Brecht hat in seinem
Drama „Das Leben des Galilei“ die Drangsal
des Forschers meisterhaft dargestellt.)
Ein wahrer Meilenstein der Entwicklung erstand der
Welt in Johannes Kepler (1571- 1630), welcher der
Lehre der Sphärenharmonie nun eine ungeahnte
Kraft verlieh. Schon früh machte er die Entdeckung,
dass die Planetenbahnen Ellipsen sind und keine Kreise,
wie man annahm. Ihm gelang nun darüber hinaus
erstmalig der Nachweis, dass im Planetensystem des
Kosmos tatsächlich die gleichen Intervallverhältnisse
herrschen wie in der Musik, womit er über die
Lehren der Pythagoräer weit hinausgreift. Im
5. Buch seines Hauptwerkes „Weltharmonik“
hat er die Bahnen, die Umlaufszeiten und die Entfernungen
der Planeten von der Sonne errechnet, verglichen und
in zahlreiche Notenbeispiele übertragen. Dabei
war der Vergleich der von der Sonne aus gesehenen
Winkel, welche die Planeten innerhalb von 24 Stunden
an der sonnennächsten (Perihel) und sonnenfernsten
Bahnkurve (Aphel) durchmessen besonders verblüffend,
da sich auf diese Weise ein ganzes System von musikalischen,
und zwar fast ausnahmslos konsonanten Intervallproportionen
ergab, die sich zudem noch auf einen Dur- Dreiklang
zurückführen ließen. Kepler stellte
fest:
„Es
sind also die Himmelsbewegungen nichts anderes als
eine fortwährende mehrstimmige Musik (durch den
Verstand, nicht das Ohr erfassbar)...“
Diese musikalischen Gesetzmäßigkeiten
fand man später auch bei den damals noch unbekannten
Planeten Uranus, Neptun und Pluto. Die drei berühmten
Keplerschen Planetengesetze (1. die Bahnen der Planeten
sind Ellipsen, in deren Brennpunkt die Sonne steht;
2. der Fahrstrahl von der Sonne zum Planeten überstreicht
in gleichen Zeiten gleiche Flächen; 3. die Quadrate
der Umlaufzeiten verhalten sich wie die Kuben der
mittleren Entfernungen von der Sonne) waren eher Nebenprodukte
seiner Forschung! Er wollte in erster Linie die Weltmusik
wissenschaftlich erforschen. Die Abstände der
Planeten von der Sonne versuchte Kepler durch das
Ineinanderlegen regelmäßiger Körper
zu erfassen, wobei er davon ausging, dass diese Körper
wie unser Sonnensystem um Gottes Willen dieselben
Proportionen
aufweisen!?

In diese Zeit fällt auch die Entdeckung und Berechnung
der akustischen Obertonreihe von den französischen
Gelehrten Martin Mersenne (1588- 1648) bzw. Joseph
Sauveur (1653- 1716), wobei sich eine Identität
mit den pythagoräischen Intervallproportionen
am Monochord ergab, wie schon erwähnt wurde.
Der britische Physiker, Mathematiker
und Begründer der klassischen theoretischen Physik
Isaac Newton (1643- 1727) erklärte u.a. mit seinem
Gravitationsgesetz die Planeten- und Mondbewegungen
und wies die spektrale Zusammensetzung des weißen
Lichtes nach, indem er die Erscheinung der Regenbogenfarben
als Licht verschiedener Wellenlängen erkannte,
die allesamt im weißen Licht enthalten sind.
Der schwedische Naturforscher und Theosoph
Emanuel von Swedenborg (1688- 1772) erschloss aus
seinen visionären Erlebnissen eine Kosmogonie,
welche besagt, dass das Sonnensystem aus einem sich
drehenden Gasnebel entstanden ist, wobei sich das
Gas in den Armen dieses Nebels besonders stark verdichtete
und verklumpte, sodass daraus die Planeten hervorgegangen
sind. Diese Entstehungstheorie des Sonnensystems wurde
dann von dem berühmten Philosophen Immanuel Kant
(1724- 1804) und dem französischen Mathematiker
und Astronomen Pierre Simon de Laplace (1749- 1827)
aufgegriffen und neu formuliert.
Nun wollen wir schauen, was unsere
Dichter zu diesem Thema zu sagen haben.
Johann Wolfgang Goethe (1749- 1832 ) soll einmal geäußert
haben:
„Die Natur
ist so, dass die Dreieinigkeit sie nicht besser machen
könnte. Es ist eine Orgel auf der unser Herrgott
spielt... und der Teufel tritt die Bälge dazu.“
Dieser große Dichter hat der
Musik viel Bewunderung entgegengebracht und sich auch
verschiedentlich auf die Weltmusik bezogen. So lässt
er am Anfang seines Hauptwerkes
Dr. Faustus den Erzengel Raphael vom Wunder der Weltoffenbarung
künden:
„Die Sonne tönt nach
alter Weise
In Brudersphären Wettgesang,
Und ihre vorgeschrieb´ne Reise
Vollendet sie mit Donnergang.
Ihr Anblick gibt den Engeln Stärke,
Wenn keiner sie ergründen mag;
Die unbegreiflich hohen Werke
Sind herrlich, wie am ersten Tag. ...“
Auch in den Schriften Friedrich Schillers
(1759- 1805) gibt es Passagen, welche sich auf die
Sphärenmusik zu beziehen scheinen. Offenbar stehen
diese großen Dichter den pythagoräischen
Gedanken näher als man dies gemeinhin annimmt.
Im Zuge der Aufklärung verschwand
das Interesse an den pythagoräischen Vorstellungen
von der Weltharmonie allmählich. Die Begründung
der experimentellen modernen Naturwissenschaft durch
Männer wir Rene´ Descartes trug dazu bei,
dass nur noch das quantitativ Zähl-, Wäg-,
und Messbare Geltung hatte. Es dominiert seit dem
das kausal- mechanisch orientierte Denken, was für
das Verständnis des harmonikal- analogen Denkens
Keplers durchaus nicht hinreicht. Nicht, dass Keplers
harmonikalen Forschungen nicht rechnerisch nachvollzogen
werden könnten, allein der Analogieschluss zwischen
kosmischen und musikalischen Schwingungen ist zu weitläufig
für eine Denkgewohnheit, die an der strikten
Folgerichtigkeit von Ursache und Wirkung anhaftet.
Aber selbst wenn wir den Worten des
bedeutendsten deutschen Philosophen der Aufklärung
Immanuel Kant (1724- 1804) lauschen, so ahnen wir
auch hier die gemeinsamen musikalischen Normen, wenn
er diese zwei Dinge nennt, die das Gemüt mit
zunehmender Bewunderung und Ehrfurcht erfüllen:
„Der
bestirnte Himmel über mir und das moralische
Gesetz in mir“.
Die Astronomen J. D. Titius (1729-
1796) und J. E. Bode (1747- 1826) stellten in der
nach ihnen benannten Titius- Bodischen Regel bei den
Entfernungsverhältnissen der Planeten in Bezug
auf die Sonne harmonikale Gesetzmäßigkeiten
fest, welche sich in einem mathematischen Reihengesetz
ausdrücken lassen. (Es ist hochinteressant, dass
man jüngst die Gültigkeit desselben Reihengesetzes
auch für die verschiedenen Monde der Planeten
Jupiter, Saturn und Neptun, die ja ihrerseits auch
kleine „Planetensysteme“ bilden, nachweisen
konnte.) Was Kepler mit den ineinandergeschachtelten
regelmäßigen Körpern erklären
wollte bekommt hier die Form eines Reihengesetzes.
Der von den großen Dichtern der
Klassik sehr geschätzte Physiker Johann Wilhelm
Ritter (1776- 1810) verdient unser Interesse denn
er hinterließ uns einen Text, welcher schon
ziemlich genau auf das hinausspielt, was auch das
Ende und Ziel dieses Briefes sein soll. Er schrieb:
„Töne entstehen bei
Schwingungen, die in gleichen Zeiten wiederkehren.
Die halbe Anzahl der Schwingungen in der gleichen
Zeit ergibt den Ton eine Oktave tiefer, der vierte
Teil zwei Oktaven usw. Zuletzt kommen Schwingungen
heraus, die ein Tag, ein Jahr, ein ganzes Menschenleben
dauern. Vielleicht sind diese von großer Wichtigkeit.
Die Umdrehung der Erde um ihre Achse zum Beispiel
mag einen bedeutenden Ton ergeben, das ist die Schwingung
ihrer inneren Verhältnisse, die dadurch veranlasst
ist; der Umgang um die Sonne einen zweiten Ton, der
Umlauf des Mondes einen dritten usw. Hier bekommt
man die Idee einer kolossalen Musik, von der unsere
kleine gewiss nur eine sehr bedeutende Allegorie ist.
...“
Der Philosoph Arthur Schopenhauer (1788-
1860) verband die Musik mit dem Zentralgedanken seiner
Weltanschauung, sodass er sich folgendermaßen
äußerte:
„Gesetzt, es gelänge,
eine vollkommen richtige, vollständige und in
das einzelne gehende Erklärung der Musik, also
eine ausführliche Wiederholung dessen, was sie
ausdrückt, in Begriffen zu geben, so würde
diese sofort auch eine genügende Wiederholung
und Erklärung der Welt in Begriffen, also die
wahre Philosophie sein.“
Auch Friedrich von Hardenberg (1772-
1801), der sich Novalis nannte, lässt verlauten:
„Die musikalischen Verhältnisse
scheinen mir recht
eigentlich die Grundverhältnisse der Natur zu
sein.“
Und er fasst einen Gedanken zur Musiktherapie,
wenn er schreibt:
„Jede Krankheit ist ein
musikalisches Problem, die Heilung
eine musikalische Auflösung. Je kürzer und
dennoch voll-
ständiger die Auflösung, desto größer
das musikalische
Talent des Arztes ... Sollten mehrere Heilmethoden
jeder
Krankheit möglich sein? Wie in der Musik mehrere
Auflösungen einer Dissonanz?“
Auch der Worte Bettine von Arnims (1785-
1859), jener genialen Frauengestalt der Romantik,
wollen wir gedenken:
„Wie jeder Gedanke, jede
Seele Melodie ist, so soll der Menschengeist
durch Allumfassen Harmonie werden.“
Es gibt noch viele andere, mithin sehr
schöne Beispiele jener Zeit zu unserer Thematik,
u. a. von Heinrich von Kleist (1777- 1811), Carl Maria
von Weber (1786- 1826) oder Heinrich Heine (1797-
1856), doch begnügen wir uns hier lediglich darauf
hinzuweisen.
Nicht unmittelbar für unser Thema, doch für
das Verständnis im Kontext der (Wissenschafts-)
Geschichte unerlässlich ist die Begründung
der Evolutionstheorie durch Charles Darwin (1809-
1882). Sie besagt grob gesprochen, dass die Lebewesen
in einer allmählichen Entwicklung aus niederen
Lebensformen hervorgegangen sind und diejenigen Lebewesen
den andauernden Konkurrenzkampf überleben, welche
am besten an die Erfordernisse der Umwelt angepasst
sind. Damit errichtete Darwin -ähnlich wir vor
ihm Galilei- einen weiteren großen Pfeiler,
auf welchen unser heutiges naturwissenschaftliches
Verständnis ruht.
Auf dem Felde der Chemie suchte man
ebenfalls nach harmonikalen Ordnungsprinzipien. Der
englische Wissenschaftler John Alexander Newlands
(1837- 1898) erforschte die Zusammenhänge der
chemischen Elemente und erklärte diese mit dem
Oktavgesetz. Er beobachtete, dass bei der Gliederung
der chemischen Elemente nach steigender Atommasse
jedes 8. Element dem jeweils 1. Element in seinen
Eigenschaften ähnelt. Von den konservativen Repräsentanten
der damaligen Wissenschaft wurde er für seine
Entdeckungen jedoch ausgelacht und aus der königlich-
englischen Wissenschaftsgesellschaft, deren Mitglied
er bis dahin war, ausgeschlossen. Vier Jahre später
entwickelten gleich zwei Wissenschaftler ähnliche
Thesen. Der deutsche Chemiker Julius Lothar Meyer
(1830- 1895) ordnete die chemischen Elemente nach
steigenden Atomvolumina und beobachtete nach jeweils
7 Elementen periodisch wiederkehrende Eigenschaften.
Unabhängig von ihm fand der russische Forscher
Dimitrij I. Mendelejew (1834- 1907) das „Periodensystem
der chemischen Elemente“ und darin bestätigte
sich der Oktavgedanke des englischen Kollegen Newlands.
Im Gegensatz zu Meyer ordnete Mendelejew
die chemischen Elemente nach der Atommasse. Er schrieb
alle bekannten Elemente nach steigender Atommasse
untereinander und nach jeweils 7 Elementen begann
er eine neue Spalte, so dass waagerechte und senkrechte
Gruppen entstanden. In den senkrechten Gruppen unterschieden
sich die Eigenschaften der Elemente immer mehr, während
in den waagerechten Gruppen die sich ähnelnden
Elemente standen, allerdings nur, wenn bestimmte Lücken
gelassen wurden für- wie er damals richtig vermutete-
noch unbekannte Elemente, die er in ihren Eigenschaften
aber schon recht genau voraussagte wie wir heute wissen.
Diese Achterstruktur in der Chemie ist als Oktettregel
bekannt, sie beschreibt die Struktur der Elektronenaußenschale
der Atome. Die anorganische Chemie feierte damit einen
ihrer größten Triumphe des 19. Jahrhunderts.
Mendelejews Darstellung war klar und überzeugend
und wurde rasch von seinen Kollegen angenommen, sodass
die königlich- englische Wissenschaftsgesellschaft
gezwungen war sich bei ihrem früheren Mitglied
John A. Newlands zu entschuldigen und ihn zu rehabilitieren.
Das 20. Jahrhundert ist gezeichnet
von Weltkriegen, politischen Katastrophen, wirtschaftlichen
Zusammenbrüchen und ökologischen Bedrohungen
sowie der Angst der Menschen vor atomarer Selbstvernichtung.
In diesem verwirrenden Kräftespiel sind pythagoräische
Gedanken wiedererwacht und haben eine geradezu ungeahnte
Neubelebung erfahren.
Der Dichter Christian Morgenstern(1871-
1914) ruft aus:
„Die Sterne lauter ganze
Noten.
Der Himmel die Partitur,
der Mensch das Instrument.“
Auch Reiner Maria Rilke (1875- 1926)
kennt den Vergleich des Menschen mit einer klingenden
Saite oder einem Instrument:
„Meine Stube und diese
Weite,
wach über nachtendem Land,-
ist Eines. Ich bin eine Saite,
über rauschende breite
Resonanzen gespannt.“
In diesen Zeilen spürt man doch
den Atem echter Dichtung. Übrigens kommt unser
Wort „Person“ vom Lateinischen per sonare
, was soviel bedeutet wie „durchklingen“.
Die Schriftstellerin und Lyrikerin Ina Seidel (1885-
1974) besingt im Gedicht den musikalischen Ursprung
des Universums:
„Musik war, ehe Welten waren:
als aus der Sphären Überschwang
die ersten Sonnen sich gebaren,
geschah´s in einsamem Gesang.
Musik war ehe Worte waren,
und wenn das Wort sich uns versagt,
kann nur Musik uns offenbaren,
wonach das Herz verlangt und fragt.“
Und der Lyriker Hermann Claudius (1878-
1980) zeichnet das Bild der musikalischen Schöpfung
so:
„Gott war der erste Sänger.
Singend schuf er die Welt.
Glaubt mir, dass Er sie singend
Heut noch in Händen hält."
Aber auch die exakte, moderne Naturwissenschaft
kennt das Bild des klingenden Kosmos. Max Planck (1858-
1947), dessen Quantentheorie (Energie wird von den
Atomen nicht stetig und kontinuierlich, sondern in
Sprüngen, in diskreten Quanten aufgenommen und
abgestrahlt; „die Natur macht Sprünge!“)
das physikalische Weltbild revolutionierte, spricht
in einem Vortrag über Sinn und Grenzen der exakten
Naturwissenschaft:
„Wir sehen uns durch das
ganze Leben hindurch einer höheren Macht unterworfen,
dessen Wesen wir vom Standpunkt der exakten Naturwissenschaft
aus niemals ergründen können, die sich aber
auch von niemandem, der einigermaßen nachdenkt,
ignorieren lässt. Hier gibt es für einen
besinnlichen Menschen nur zwei Arten der Einstellung,
zwischen denen er wählen kann: entweder Angst
und feindseliger Widerstand, oder Ehrfurcht und vertrauensvolle
Hingabe.“
Selbst der mikrokosmische Aufbau der
Atome, in denen die Elektronen um den Atomkern kreisen
legt den Vergleich mit dem makrokosmischen Sonnensystem
nahe. Darauf macht auch der Physiker Arnold Sommerfeld
(1868- 1951) aufmerksam, wenn er im Vorwort zur ersten
Auflage seiner Abhandlung Atombau und Spektrallinien
schreibt:
„Was wir heutzutage aus
der Sprache der Spektren heraushören, ist eine
wirkliche Sphärenmusik des Atoms, ein Zusammenklingen
ganzzahliger Verhältnisse, eine bei aller Mannigfaltigkeit
zunehmende Ordnung und Harmonie ... Alle ganzzahligen
Gesetze der Spektrallinien und der Atomistik fließen
letzten Endes aus der Quantentheorie. Sie ist das
geheimnisvolle Organon, auf dem die Natur die Spektralmusik
spielt und nach dessen Rhythmus sie den Bau der Atome
und Kerne regelt.“
Vielleicht hatte Pythagoras ganz recht,
wenn er die Musik die Grundlage aller Bildung nannte
und in richtig verstandener Musik den Kern aller Philosophie
sah. Auch der bekannte Dirigent Bruno Walter (1876-
1962) sieht die menschliche Musik in der kosmischen
Wurzeln:
„Der
Gedanke einer zwar für das sinnliche Ohr nicht
wahrnehmbaren, aber im Kosmos tönenden und waltenden
Musik, ... ist mir mehr und mehr überzeugend
geworden, denn aus solch hohem Ursprung begann ich
das Werden und Wesen unserer (Ton-) Kunst und ihre
elementare Macht über des Menschen Seele allmählich
tiefer zu begreifen.“
Und der Wiener Komponist und Musikphilosoph
Joseph Matthias Hauer (1883- 1959) bekannte sich ebenfalls
zu einer allumfassend klingenden Ordnung des Kosmos:
„Die ewige unveränderliche absolute Musik
ist die Urschrift und Ursprache des Universums, die
Harmonie der Sphären, die kosmische Ordnung,
die Kunst aller Künste, die Wissenschaft aller
Wissenschaften, die Kultur..., die Religion als Bindung
mit der Ewigkeit, das Höchste, Heiligste, Geistigste,
Wertvollste, Vernünftigste auf der Welt: die
Wahrheit.“
Der Musiker, Forscher und Denker Hans
Kayser (1891- 1964), Schöpfer der „Kayserschen
Harmonik“ schreibt in seiner Schrift Akróasis:
„Der Begriff der Sphärenharmonie
ist so alt wie die Bewußtwerdung des Menschen.
Zuerst Mythos, dann Astralsymbolik und integrierender
Bestandteil fast der gesamten Menschheitsdichtung,
wird er zur Voraussetzung der Astrologie und der beginnenden
astronomischen Forschung aller alten Völker.
Erst mit Kepler erhält er jedoch jene Fundamentierung,
die ihn des bloßen Glaubens enthebt und in das
moderne wissenschaftliche Denken einordnet.“
Auch der famose Dichter Hermann Hesse
(1877- 1962) brachte schon in jungen Jahren Verständnis
für die Sphärenharmonie auf, so schreibt
er in seinem frühen Roman Gertrud:
„Von allen Vorstellungen
reiner Seligkeit, die sich Völker und Dichter
erträumt haben, schien mir immer die höchste
und innigste jene vom Erlauschen der Sphärenharmonie.
Daran haben meine tiefsten und goldensten Träume
gestreift,- einen Herzschlag lang den Bau des Weltalls
und die Gesamtheit alles Lebens in ihrer geheimen,
eingeborenen Harmonie tönen zu hören.“
Hesse nennt Keplers Nachweis einer
Kosmischen Harmonie:
„eine Harmonielehre, in
welche zwar die musikalische Harmonielehre mit inbegriffen
ist, jedoch nur als Teil. Das Ganze gilt nicht der
menschlichen Musik, sondern der Musik des Weltalls,
dem Schöpfungskonzert, und hat zur Grundlage
den freudigen Glauben an die Einheitlichkeit und Harmonie
des Weltenplanes.“
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde allmählich
das Unbehagen gegenüber den schädlichen
Auswirkungen eines scheinbar unbegrenzten technischen
Fortschrittes an Mensch und Natur spürbar. Die
Kehrseite des einseitig rationalen, kausal- logischen
Denkens wurde nun allerseits wahrgenommen. Man suchte
weiter nach identischen morphologischen Entsprechungen
im Kosmos, im Menschen in der anorganischen und organischen
Natur. Dabei gelang die Bestätigung einer schon
in der Antike angenommenen Disposition des menschlichen
Gehörs für die in der Naturobertonreihe
enthaltenen Intervalle und zwar sowohl in psychischer
als auch in physischer Hinsicht. Diese Gehörsdisposition
spielt in der Musiktherapie eine große Rolle,
denn erst die wissenschaftlich erhärtete Tatsache,
dass unser Gehör nach akustischen Naturgesetzen
strukturiert ist liefert uns eine befriedigende Erklärung
für die Möglichkeit der Heilung psychischer
Leiden durch Musik. Die Urtöne und Intervalle
werden dem Gehörorgan vermittelt und verhelfen
dazu, dass sich der Mensch wieder an seine körperlich-
seelische Ganzheit erinnert. Hiermit entsteht ein
ganzes Bündel von Fragen an die Psychologen.
In der Wissenschaft erschütterte
Albert Einstein (1879- 1955) durch seine Relativitätstheorie
im Jahre 1905 die Vorstellung eines absoluten Raum-
Zeit- Gefüges. Seine Theorie wurde bestätigt.
Dieser Erkenntnisse war auch der bekannte deutsche
Atomphysiker Werner Heisenberg (1901- 1976) eingedenk.
Heisenberg bewirkte mit seiner Unschärferelation
die Wende in der Wissenschaft. Die Unbestimmtheitsrelation
besagt, dass der Ort und die Geschwindigkeit eines
Elementarteilchens nicht gleichzeitig genau bestimmt
werden können. Umso genauer man den Ort eines
Elementarteilchens bestimmen will, umso ungenauer
fällt die Bestimmung der Geschwindigkeit (Impuls)
desselben aus und umgekehrt. Dies erschütterte
die Kausalität auf dem Boden der Mikrophysik:
Um einen mechanischen Ablauf zu erfassen sind gerade
die Kenntnis des Ortes und der Bewegung die Grundvoraussetzungen!
Stückweise zerfiel so die Vorstellung von der
Welt als einem großen nur mechanischen Apparat.
Auf der Suche nach dem Ordnungsgefüge der Welt
schrieb Heisenberg unter anderem:
„dass es die gleichen ordnenden
Kräfte sind, die die Natur in allen ihren Formen
gebildet haben und die für die Struktur unserer
Seele, also auch unseres Denkvermögens verantwortlich
sind.“
Heisenberg bekräftigt seine Überzeugung
in einem Vortrag über Gedanken der antiken Naturphilosophie
in der modernen Physik und kommt zu dem Ergebnis,
dass die neuzeitliche Naturwissenschaft mit ihren
erweiterten Methoden:
„dem Glauben der Pythagoräer
in einem nicht vorhersehbarem Maße recht gegeben
haben.“
Er schließt diesen Vortrag mit
dem Hinweis auf ein zweifaches Naturverständnis:
einmal durch rationales Begreifen und zum anderen
durch intuitives Erleben. Damit setzt Heisenberg die
lange Ahnenreihe derjenigen fort, die in der Musik
den Ausdruck einer tragenden, zentralen Ordnung des
Welteinklanges sahen.
Auch der Schweizer Physiker Walter
Heitler (geb. 1904) stellte die Bedeutung der Harmonik
und die Erforschung ihrer Gesetze für die gegenwärtige
Menschheit dar:
„Die harmonikalen Verhältnisse
in der Natur ... stehen als Teil des Gestalthaften,
Ganzheitlichen, in komplementärem Gegensatz zur
analytischen Wissenschaft. Man muss sich von dieser
frei machen und sich der Anschauung des Ganzen hingeben.
Eine Anschauung, wie sie Goethe hatte, ist nötig,
wenn die Harmonie der Welt uns wieder etwas sagen
soll. Ich halte deshalb das Aufdecken solcher Harmonien
für ein wichtiges Werkzeug zur Gesundung einer
am Rationalismus und an der Einseitigkeit einer ins
Extrem übertriebenen analytischen Wissenschaft
erkrankten Welt.“
Den
richtigen Ton finden:
die Bedeutung des Kammertones
zwischen Erfinden und Entdecken
Wer im Brockhaus nachsieht unter dem
Begriff „Kammerton“ wird finden: „der
gültige Stimmton, das eingestrichene a (a´),
seit 1939 auf 440 Hz festgelegt.“ Für uns
ist dabei die Tatsache wichtig, dass es sich um eine
Festlegung handelt, sozusagen eine menschliche Erfindung.
Wenn mehrere Musiker zusammenspielen ist der Kammerton
die absolute Stimmung nach der alle Musiker ihre Instrumente
einstimmen. Kann dieser Ton nicht auf andere Weise
gefunden werden, muss er natürlich festgelegt
und definiert werden. Wir wollen nun die Entwicklung
dieser Tonfestlegung etwas genauer nachvollziehen.
Der Engländer John Shore erfand
im Jahre 1711 die Stimmgabel, wodurch es möglich
wurde einen ausgemachten Ton „haltbar“
zu machen. Vor der Erfindung der Stimmgabel gab es
keine Möglichkeit einen Normton zu eichen und
Musiker mussten sich jedes Mal von Neuem auf eine
Tonhöhe einigen, denn das Hörempfinden der
Menschen ist durchaus unterschiedlich. Wenn jemand
den Ton a hören und als Grundton erkennen kann
sagen wir zu ihm, er habe ein absolutes Gehör.
Aber ein Blick auf einige bekannte Musiker zeigt,
dass darin keine Einigkeit bestand. So wurde etwa
die Dresdener Symphonieorgel des Johann Sebastian
Bach auf ein a´ mit 415,5 Hertz (Schwingungen
in der Sekunde, nach dem Physiker Hertz) gestimmt.
Von Wolfgang Amadeus Mozart ist uns eine Stimmgabel
erhalten geblieben die mit 421,6 Hertz schwingt. Georg
Friedrich Händels Stimmgabel schwingt dagegen
mit 422,5 Hertz.
Natürlich bestand das Bedürfnis
sich über den Grundton zu einigen und so versuchte
man einen allgemeingültigen Stimmton, nämlich
den besagten Kammerton festzulegen. 1810 bestimmte
die Pariser Oper diesen Standardton mit 423 Hz. Die
Pariser „Academie des Sciences“ in Frankreich
führte im Jahre 1859 einen Grundton von 435,4
Hz ein, wobei bekannte Musiker wie Giacomo Rossini,
Hector Berlioz und Giacomo Meyerbeer mit feinem Gehör
zu dieser Bestimmung beitrugen. 1885 veranlasste man
in Wien eine erste Stimmtonkonferenz, bei welcher
man das a´ mit 435 Hz angab.
1939 gab es in London eine internationale
Normkonferenz wo man sich bürokratisch auf ein
a´ mit 440 Hz einigte. Dieser Ton ist noch heute
-wie wir auch aus dem Brockhaus entnehmen konnten-
für viele Menschen der offiziell verbindliche
Kammerton. In einigen Orchestern und Tonstudios wird
sogar auf ein a´ bis zu 445 Hz gestimmt. In
Frankreich wurde 1950 der offizielle Kammerton auf
432 Hz herabgesetzt.
Aus diesen Angaben ist leicht zu ersehen,
dass es in der Vergangenheit schon einige Mühe
bereitete das Gehör verschiedener Menschen auf
einen gemeinsamen Nenner zu bringen, denn von 415
bis 440 Hz ist es mehr als ein Halbtonschritt, also
eine Tondifferenz, die auch von unmusikalischen Menschen
leicht wahrgenommen wird. Aber die Tatsachen beziehen
sich ja nur auf die letzten Jahrhunderte unseres abendländischen
Kulturkreises.
Diese Ausführungen sollen das
Verständnis erleichtern helfen für eine
Reihe neuartiger Berechnungen, die in jüngster
Zeit angestellt wurden und die unser größtes
Interesse verdienen.
Die universelle Wirksamkeit
der Oktave:
Die Kosmische Oktave
„Wo einer sinnvoll vorrechnet
aus dem Nus heraus,
der muss sich stützen auf das Gemeinsame von
allen.“
Heraklit (um 540 v.Chr. geboren)
„Nus“ war bei den alten
Griechen eine Bezeichnung für das Zwerchfell.
Das Wahrnehmen mit dem Nus ähnelte einem Wittern.
Während die Sinnesorgane die unterschiedlichen
Sinneseindrücke empfangen, witterte man mit dem
Nus. Wir sehen, dass für die Alten die gesunde
Geistesverfassung eines rechnenden Menschen nicht
etwa an dessen Stirnrunzeln oder dessen Schweißausbrüchen
zu erkennen war, sondern an seiner Ausgeglichenheit
und der normalen Tätigkeit des Zwerchfells bei
ruhiger Atmung. Wer aber diese ruhige Verfassung hat,
der muss sich stützen auf das Gemeinsame von
allen, auf das, was ihn mit allen anderen verbindet.
Und nun lasst uns die neusten Kenntnisse erwittern!
Der geniale Mathematiker und Naturforscher
Hans Cousto hatte im Jahre 1978 eine Vision. Er hörte
das Sonnensystem in verschiedenen Tönen der Planeten
klingen und die Planetenbahnen sah er in entsprechenden
Farben leuchten. Cousto erkannte, dass das Gesetz
der Oktave über den Bereich der Musik hinaus
universelle Geltung hat. Daraufhin berechnete er den
harmonikalen Zusammenhang zwischen den Frequenzen
der Planetenumläufe und den Frequenzen der hörbaren
Töne sowie jenen der sichtbaren Farben. Wir wollen
jetzt die wesentlichen Ergebnisse der Coustoschen
Forschung nachvollziehen und die unter dem Namen der
„KOSMISCHEN OKTAVE“ bekannt gewordenen
Berechnungen als mathematische Brücke zwischen
Wissenschaft und Kunst, ja zwischen Kosmos und Mensch
plausibel machen.
Das Phänomen der Schwingungen
ist uns aus allen Bereichen des Daseins bekannt. Sehr
hohe Schwingungen gibt es jenseits der menschlichen
Wahrnehmung z. B. im Ultraviolettbereich des Lichtes.
Vermindert sich von diesen hohen Schwingungen ausgehend
die Frequenz (Schwingungen pro Zeiteinheit), so durchlaufen
sie bald das sogenannte „optische Fenster“-
das ist der Bereich unserer visuellen Farbwahrnehmung-
von der oberen Grenze, die etwa bei 700 Nanometer
liegt, einem violett, über blau, grün, gelb,
orange und rot zur unteren Grenze unseres Farbvermögens,
die bei etwa 400 Nanometer angesiedelt ist. Unsere
optische Wahrnehmung des Regenbogenspektrums umfasst
Lichtwellen vom Umfang ungefähr einer Oktave
und entspricht physiologisch dem resonanzfähigen
Bereich unserer Netzhautstrukturen.
Die Schwingungen der Luft nehmen wir
zum Teil akustisch über den Hörapparat wahr.
Der Bereich der akustischen Wahrnehmung wird auch
als „akustisches Fenster“ bezeichnet und
umfasst etwa 10 Oktaven. Vom Ultraschallbereich ausgehend
gelangen wir bei etwa 20000 Hertz in das akustische
Fenster hinein und hören bis zum tiefen C mit
16 Hertz alle Schwingungen der Luft. Wenn wir die
Schwingungen noch weiter verlangsamen denken wir an
den Rhythmus des Herzens, der Atmung und weiter an
die natürlichen Rhythmen des Tages (Erddrehung),
des Mondes (Mondumlauf), des Jahres (Erdumlauf) u.s.w.
bis hin zu den langsamsten Perioden des Universums.
Nun wollen wir uns der Oktave zuwenden.
Physikalisch gesehen bedeutet das Bilden einer Oktave
das Verdoppeln oder Halbieren einer beliebigen Frequenz.
Musikalisch oktavieren wir den Ton einer schwingenden
Saite, indem wir die Länge der Saite halbieren
und damit die Frequenz des Tones verdoppeln: wir spielen
dann denselben Ton eine Oktave höher. Wollen
wir eine Oktave tiefer spielen, verdoppeln wir die
Länge der schwingenden Saite und halbieren damit
die Frequenz.
Durch fortgesetztes mathematisches
Oktavieren wird es nun möglich astronomische
und musikalische Periodizität miteinander zu
verbinden, Astronomie, Mathematik und Musik, ja selbst
die Farben auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen.
So können durch das Oktavgesetz
sämtliche Perioden des Sonnensystems in den hörbaren
und sichtbaren Bereich transponiert werden, wobei
die Anzahl der Oktaven einem Maßstab gleicht,
ähnlich der Abbildung von Landschaften in einem
bestimmten Maßstab auf der Karte.
Wenn wir dieses Prinzip einmal auf
unseren Heimatplaneten die Erde anwenden wollen, so
muss man feststellen, dass es drei Perioden gibt,
welche die Bewegung der Erde beschreiben. Die erste
Periode ist die Drehung der Erde um ihre eigene Achse
und entspricht einem Tag oder 24 Stunden. Die zweite
Periode wird durch das Kreisen der Erde um die Sonne
bestimmt, entsprechend einem Jahr oder 365 Tagen.
Die dritte Periode entsteht durch die Kreiselbewegung
der geneigten Erdachse und ist verhältnismäßig
langsam, ca. 25920 Jahre dauert ein solches „platonisches
Jahr“. Da diese Rhythmen sehr unterschiedlich
in ihrer Dauer sind, werden wir verschieden oft oktavieren
müssen, um die schmalen Bereiche unserer akustischen
und optischen Wahrnehmung zu treffen. Folgendermaßen:
Der Periodendauer des Tages von 24
Stunden entsprechen 24 x 60 x 60 = 86400 Sekunden.
Die erste Oktave liegt dann bei 12 Stunden oder 43200
Sekunden, die zweite Oktave liegt bei 6 Stunden oder
21600 Sekunden, die dritte Oktave bei 3 Stunden oder
10800 sek., die vierte bei 1,5 Stunden also 5400 sek.,
die fünfte ... und so weiter und so fort. Oktavieren
wir 24 mal, gelangen wir in das akustische Fenster
unserer Wahrnehmung:
1 : 86400 x 224 = 194,1807
Hz
Ein Ton mit 194,18 Hertz ist nach unserem
Notensystem ein G. Beim weiteren Oktavieren gelangen
wir bei der Oktavzahl 65 in das optische Fenster hinein:
1 : 86400 x 265 = 42710
Hz = 700 Nanometer
Diese Wellenlänge nehmen wir als
Farbe in einem bestimmten orange- rot wahr. Wenden
wir dieselbe Vorgehensweise auf das Erdenjahr an,
so erhalten wir in der 32. Oktave den Ton Cis mit
136,10 Hz und die 74. Oktave entspricht einem grün.
Das platonische Jahr klingt in der 48. Oktave in einem
F mit 172,06 Hz und in der 89. Oktave erhalten wir
ein violett des Farbspektrums. Die Erde dreht sich
somit in G um ihre eigene Achse, sie kreist in Cis
um die Sonne und ihre Achse kreiselt in F.

Diese fiktive Abbildung zeigt unser
Planetensystem als PLANETENSTRAUSS. Sie ist geeignet
um sich eine Vorstellung von Größenverhältnissen
und Oktavzahlen zu machen. Alle Entdeckungen sind
ja große Geschenke an die Menschheit und in
Form dieses Straußes möchte ich dieses
Geschenk weiterreichen an jeden Menschen und besonders an die Brandenburger.
Der untere Punkt der Abbildung ist
die Sonne, die farbigen Linien geben maßstabsgerecht
die mittleren Abstände der Planeten zur Sonne
an. Die oktavanalogen Töne und Farben sind mit
angegeben. Der Mond, Trabant der Erde, hat auf der
Abbildung keinen Platz mehr gefunden. Die 29. Oktave
des synodischen Mondumlaufes ergibt 210, 42 Hz, etwa
den Ton Gis; seine Farbe ergibt mit 650 nm ein orange.
Der Sonnenton wird noch besprochen.
Der Mensch hat seit langem verschiedene
Instrumente instinktiv auf diese Töne gestimmt.
So wurde die Qin, das edelste Instrument im alten
China stets auf den Ton der 48. Oktave des platonischen
Jahres, dem F gestimmt. Für die Inder ist der
Anfang aller Dinge „Nada“- der Urton.
Sie sprechen von „Nada Brahma“, was soviel
heißt wie „die Welt ist Klang“.
Der immerwährende Ton der indischen und tibetischen
Kulturkreise ist das „OM“. Die Silbe „OM“
ist das heiligste Mantra überhaupt, es ist sozusagen
der Kammerton Indiens und symbolisiert die Urschwingung
des Daseins. Ihre Sitar ist, wie auch die Instrumente
Tambura und Vina, auf den Ton der 32. Oktave des Erdenjahres,
dem „Cis“ gestimmt, dem Kammerton Indiens,
dem heiligen „OM“. In Indien ist es üblich,
dass die Musiker bevor sie gemeinsam musizieren erst
einmal sich selbst auf die Musik einstimmen, indem
sie gemeinsam die Silbe „OM“ meditieren.
Auf den gemeinsam gefundenen Ton stimmen sie sodann
die Instrumente und beginnen anschließend zu
musizieren. Somit ist der Kammerton Indiens der Jahreston,
das heilige „OM“ und die Körper der
Musiker bilden das Eichinstrument dieses Tones. Die
Musik ist folglich im Einklang mit der Natur. Der
„Jahreston“, das „OM“ und
unser „Cis“ sind also nur unterschiedlichen
Bezeichnungen für ein und denselben Ton.
Im Abendland ist eines der traditionsreichsten
Instrumente die Geige, sie ist auf die 24. Oktave
des Erdentages, dem Tageston G eingestimmt, und von
keinem Instrument wurden über die Jahrhunderte
hinweg so viele ins Orchester aufgenommen, wie eben
von den Geigen.
Alle Planetenoktavtöne leiten
sich von echten Schwingungen im Sonnensystem ab, allein
der Sonnenton bildet eine Ausnahme, die wir nun bedenken
wollen.
Betrachten wir das Sonnensystem so
fällt auf, dass Planeten die weit von der Sonne
entfernt sind langsam um dieselbe kreisen. Je näher
der Planet der Sonne ist, desto höher ist seine
Bahngeschwindigkeit. Merkur, der sonnennächste
Planet hat tatsächlich die höchste Bahngeschwindigkeit.
Der Grenzwert der Geschwindigkeit im Reiche der materiellen
Physik ist die Lichtgeschwindigkeit. Es drängt
sich nun die Frage auf, wie weit ein theoretisch gedachter
Planet (als Massepunkt) vom Sonnenmittelpunkt entfernt
wäre, näherte sich seine Bahngeschwindigkeit
der konstanten Lichtgeschwindigkeit an? Wo liegt die
Schwelle in der Entfernung des gedachten Planeten,
bei welcher dieser die Lichtgeschwindigkeit überschreiten
würde? Cousto´s Berechnung gibt das Ergebnis
von 1,4766 km vom Sonnenmittelpunkt an. Dieser Planet
befände sich also innerhalb des Sonnenleibes
und würde den Sonnenmittelpunkt 32312,52 mal
in der Sekunde umkreisen. Dieser Abstand und diese
Frequenz sind echte physikalische Grenzwerte unseres
Sonnensystems! Eine höhere Frequenz ließe
das System implodieren und würde das Phänomen
eines schwarzen Lochs erzeugen. Es ist jene Grenzfrequenz,
die den Scheitelpunkt zwischen abstrahlender und kollabierender
Sonne bestimmt und deren erste Unteroktave (hier wird
die Schwingung verdoppelt, nicht halbiert!) bereits
im hörbaren Bereich liegt mit 32312,52 Hz : 2
= 16156,26 Hz. Dieser Ton ist ein H in Richtung C
tendierend, an der oberen Grenze unseres akustischen
Fensters. Die 8. Unteroktave ist dann ein H mit 126,22
Hz, die entsprechende Farbe ist ein gelbgrün.
Was
bedeuten diese Entdeckungen für unser tägliches
Leben?
Die durch fortgesetztes Oktavieren
ermittelten Entsprechungen von kosmischen Schwingungen
zu den Schwingungen der Musik und weiter zu den Schwingungen
der Farben eröffnen allerlei neue Möglichkeiten.
Es wird möglich über die Kammertonanalyse
eine Kultur zu charakterisieren. Es gibt zu diesen
Tönen und Farben gewisse körperliche Korrespondenzen,
so entspricht etwa der Sonnenton der Schwingungsebene
des Solarplexus´. Für die medizinische
Anthropologie und Physiologie eröffnen sich hier
interessante Forschungsfelder. In dieser kosmischen
Harmonielehre liegt der Schlüssel zu Verständnis
und Endmystifizierung der sogenannten „sanften
Medizin“- die in der Akupunktur besagten Meridiane
führen gewisse Schwingungen. Die DNS, Träger
des menschlichen Erbgutes schwingt oktavgerecht zum
Erdentag. Vielleicht ist nicht zuviel gesagt, wenn
man im Hinblick auf die harmonikalen Gegebenheiten
in Chemie und Biologie vom Beginn eines neuen Zeitalters
der Medizin spricht.
Es ist auch interessant, dass das Periodensystem
der Elemente nach der sogenannten Oktettregel geordnet
ist, was mit unserer Oktave im engen Sinnzusammenhang
steht. Der Forscher Wilfried Krüger, Begründer
der Atomharmonik beschreibt den harmonikalen Aufbau
der Atome und Moleküle! Ja durch das Gesetz der
Oktave wird es möglich chemische Zusammensetzungen
zu vertonen, Sauerstoff zu vertonen, Medikamente zu
vertonen und natürlich auch Substanzen, um deren
Aufklärung wir bedürfen in Musik zu verwandeln.
Was die Schwingungen angeht gibt es die Unterscheidung
von Lebendem und Totem nicht, alles schwingt und lebt
bis in die anorganische Chemie hinein. Wahrlich, die
Welt ist Klang!
Im Lateinischen bedeutet „octava“
„die achte“. Dieses Wissen hat sich bereits
im Sprachgebrauch eingebürgert: Darauf muss man
einmal Acht geben! Überhaupt bekommt man nach
längerem Forschen den Eindruck, als würden
wir ein altes, ursprüngliches Wissen neu entdecken-
aber diesmal mit streng wissenschaftlicher Methode!
Natürlich mußten wir dazu das Sonnensystem
lange Jahrhunderte und Jahrtausende beobachten, um
die Gezeiten der Planeten genau kennen zu lernen.
Des Weiteren können die Noten der musikalischen
Notenschrift in analogen Farben niedergeschrieben
werden und damit können die verschiedenen Töne
auch visuell durch entsprechende Farben wahrgenommen
werden, was das Notenlesen sehr erleichtert.
Diese Urtöne (Joachim- Ernst Berendt
hat entsprechende Instrumente (Monochorde) gebaut
und die Urtöne aufgenommen) können Heilungsprozesse
begünstigen, sie bringen einen wieder in die
richtige Stimmung! Es sind auch Stimmgabeln angefertigt
worden, die nicht nur für eine sanfte Akupunktur
eingesetzt werden können, sondern mit denen man
auch ganz prima Musikinstrumente kosmisch einstimmen
kann. Die Erfahrungen bestätigen da die Theorie
auf eine lebendige Art und Weise.
Dies hier ist ein kleiner Beitrag zur
allgemeinen Information, ich verspürte ein inneres
Bedürfnis dazu jedermann teilhaben zu lassen
an den neuen und positiven Entdeckungen, das meiste
ist ja übernommen worden. Ganz besonders freue
ich mich auf Ideen, Ergänzungen und Verbesserungsvorschläge
zu diesem Text, diese Internetseite soll eine lebendige
Plattform des Austausches und der Verbesserung sein.
Deshalb gibt es eine kleine Email- adresse, wo wir
Fragen besprechen und Kontakte knüpfen können.
Nichts muss geschehen, aber alles ist möglich
unter:
Email: sternentanz@friedenswarte.de
Ein großes Dankeschön an
alle die hierzu beigetragen haben. Die Internetseite
wurde ermöglicht durch die freundliche Unterstützung
von Sebastian Brandt, Marco Jänicke, Tobias Marschall,
Andreas Sommer und Peter Schilling und...
In Vorbereitung: Eine geschichtliche
Abhandlung über den Marienberg
Was
hat Brandenburg damit zutun
Zur Erklärung für die Nicht-
Brandenburger: Im Zentrum der Stadt Brandenburg lag
lange Jahre eine Grube offen, an welcher zuvor archäologische
Ausgrabungen vorgenommen wurden. Das weithin bekannte
„Loch“ war ein langjähriges Ärgernis,
da geplante Bebauungen immer wieder verschoben wurden.
Als nun die Friedenswarte auf dem Marienberg farbig
zu leuchten begann war der Symbolismus eindeutig:
Friedenswarte und Loch passen einfach zusammen, sozusagen
„architekto- erotisch“! Dies entfesselte
meine dichterischen Ambitionen:
Für
eine natürliche Kultur
Vom Morgenlande kommet her
aus alter Tradition,
von Meistern die man ehrte
ein Wissen um Farbe und Ton,
das die Erfahrung lehrte.
Im Abendlande ist man schlau
man glaubt nicht an Geschichten,
erst was die Wissenschaft beweist
lässt sich zusammendichten,
von allem was da schwingt und kreist.
Und eben dieses ist geschehen
ein Mensch berechnete ganz,
die KOSMISCHE OKTAVE
so heißt er denn auch: Hans,
ein Glück für alle die´s verstehen!
Dies
ist was nun die ganze Welt
durchweht mit frischem Wind,
denn die Berliner Loveparade
hat schon so manches Kind,
auch Brandenburg hat eins bestellt.
Zuweilen
wartet hier ein Loch
wir nehmen´s zum Symbole,
da strahlt die Friedenswarte doch
in bunter Aureole,
nun woll´n die Liebespläne nicht mehr ruhn!
Denn die Jugend merkt es schon im Leisen:
der Kampf gegen die Natur geht nicht gut aus,
stattdessen wollen wir sie preisen
am Markte baun ein kosmisch Haus,
dies lasset uns aus Hoffnung tun.
Kurze Zeit später wurde das „Loch“
dann geschlossen und es entstand ein recht schöner
Platz. Das von mir vorgeschlagene „Kosmische
Haus“ wurde zwar noch nicht so ernst genommen
(ich reichte einen Vorschlag ein mit dem Titel: „Die
kosmopolitische Konzeption zur Belebung der Brandenburger
Innenstadt“), aber es war ja nur eine passende
Idee. Eine andere wäre zB. dort einen Springbrunnen
zu errichten, der in seinen Maßen die universelle
Harmonielehre wiederspiegelt. Ohne Frage ein zukunftsfrohes
Projekt! Ich würde nicht zögern und meiner
Heimatstadt zu dieser Perle verhelfen- natürlich
Ehrensache!
Aber ich kann mich nicht daran festklammern,
da noch andere Aufgaben auf mich warten. Jedenfalls
ist das Zentrum recht schön geworden- nicht zuletzt
wegen der schönen Bäume, womit ich es mit
einer Liebeserklärung an die Natur bewenden lassen
will:
O
Natura Gloria
Durchwaltest mich so wunderbar
und fügst da sanft die Tag ins Jahr,
zu begleiten mich von Sonnenklar.
Hervorbringerin!
Um Sand und Stein legst Du Geschöpfe
Geberin!
Welch Rankenwerken Deiner Zöpfe
Vollbringende!
Den Weltenplan, Du küsst ihn wach
Vollendende!
Dem Geisterahn gebiert Dein Bach
Wer
kann sich denn gewöhnen
an diesen Born des Schönen?
Um Zuflucht muß ich Dich bestöhnen,
endlich mit Dir eins zu tönen
und alles, alles auszusöhnen.